GuSp Sola 2012 – An der kleinen Krems

Mit ein wenig Verspätung folgt hier endlich der ausführliche Bericht:

Heuer fand ein Sommerlager der ganz besonderen Art statt. Die Guides und Späher samt ihren Führern, zogen alleine los um in einem stillen Tal an der kleinen Krems für eine Woche ihr Lager aufzuschlagen. Für viele GuSp war es das letzte Lager in dieser Stufe und somit war eine wunderbare aber auch etwas wehmütige Stimmung vorprogrammiert.

Der Aufbau der Zelte und Kochstellen wurde zum Naturerlebnis, als bei drückender Hitze und unter Angriff von heimtückischen Bremsenschwärmen letztendlich alles in sinnflutartigen Niederschlägen sein abendliches Ende fand. Dabei kam es bei aller Freude der Führer zu einer höchst effizienten Fusion: Waschbären-Chefin Lea und Füchse-Oberhaupt Hannah vereinten ihre Patrullen zu den Waschfüchsen. Die Spechte hatten da anfänglich etwas das Nachsehen, doch bald nahm sich auch ihr Kornett, Max-Emil, ein großes Herz und führte seine Patrulle in die richtige Richtung.

Am zweiten Tag wurden die Lagerbauten fertig gestellt. Bevor noch das übliche Lagerleben seinen Einzug fand bemerkten die GuSp dass sie nicht allein waren. Da zog jemand Unbekannter mit dunkler Kutte und Horn durch das hohe Gras und verbreitete Verwirrung. Lange ließen sich die Kinder nicht ablenken denn die Hitze zwang sie bald ihre Uniformen an den Nagel zu hängen und ihre Badesachen hervor zu holen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Jojo wurde ein robuster (aber hydrodynamisch vertretbarer) Damm errichtet, um für Abkühlung und Spaß im Bach zu sorgen.

Nachdem Montag Abend das erste richtige Lagerfeuer brannte und die Nachtwache eingeteilt wurde sollte sich das Rätsel um die seltsame Erscheinung lösen: Es handelte sich um einen alten Druiden keltischen Ursprungs welcher die GuSp um Hilfe bei einer wichtigen Aufgabe bat. Sie sollten losziehen und zum keltischen Opferalter wandern, um mit einer Opfergabe die keltischen Götter zu beschwichtigen.

Natürlich stimmten alle sofort zu und machten sich am nächsten Tag daran sich für die lange Reise vorzubereiten. Für den notwenigen Elan sorgte Birgit, die mit einem morgendlichen Waldlauf den GuSp den Schlaf aus den Augen wischte. Danach wurden Tongefäße und Fackeln für die feierliche Zeremonie am Altar gefertigt.

Die Reise stellte sich als lang und beschwerlich heraus: Viele von der unerbärmlichen Sonne erhitzte Hügel und von Insekten heimgesuchte Flusslandschaften mussten überwunden werden. Mit etwas Untersützung und gut Zureden von Sebi und Markus fanden sich am Ende des Tages alle am Ort der Übernachtung ein und wurden von Ulrichs Unterhaltungskünsten schnell wieder in die richtige Stimmung gebracht. Sobald es dunkel war begab sich ein langer, lautstarker Fackelzug Richtung des nahe liegenden heidnischen Opferaltars und brachte seine Gaben mit. Zufrieden, den Göttern ihren Tribut erbracht zu haben und somit einem keltischem Volk endlich Erlösung verschafft  zu haben, schliefen bald alle unter ihren Planen ein. Es sollte eine ruhige Nacht werden.

Als die GuSp am nächsten Tag  in ihr Lager zurückkehrten waren alle guter Dinge. Es wurde wie jeden Tag fleißig unter den Planen gekocht und herrliche Gerichte gezaubert. Eva stellte sich dabei als eine große Unterstützung der Waschfüchse heraus und die Führung war mit den Leistungen ihrer Kinder sehr zufrieden. Bevor es zur Nachtruhe ging wurde noch die übliche Nachtwache eingeteilt. Ein Prozess der zum Glück der Birgit oblag,trotzdem…bedenklichen Konstellationen konnten nicht vermieden werden.

Den letzten richtigen Lagertag verbrachten die GuSp samt Führung im Freibad in Els. Nach den Strapazen am Lager hatten sich das alle verdient, es war immerhin kein Honigschlecken (außer beim Frühstück vielleicht).

Trotz der Erholung waren am Abend alle am Ende. Beim Abschlusslagerfeuer sorgten die Richtige Mischung aus Liedern, Spielen und einem Gedicht aus den Köpfen von Anna und Solvei für allgemeine Erheiterung.

Nachdem am nächsten Tag alles abgebaut und die Guides und Späher am Bahnhof verabschiedet waren, trat stille im Tal der kleinen Krems ein. Das Bächlein floss wie gewohnt dahin und die Bremsen bissen sich auf das letzte Häufchen verbliebene Führer ein.

Es war ein schönes Lager, so anstrengend es auch war. Eine Gratwanderung zwischen GuSp- und CaEx-Dasein mit allem was zu einem ordentlichen Lager gehört. Wir Führer sind sehr froh und stolz dass wir diese herausragenden GuSp anleiten haben dürfen und freuen uns alle im nächsten Jahr wieder zu sehen!

Gut Pfad!